Fremont-Kultur

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Karte der grographischen Verbreitung der Fremont-Kultur
Karte der grographischen Verbreitung der Fremont-Kultur

Die Fremont-Kultur entstand ca. 400 n. Chr. in einem Gebiet, welches Utah, Ost-Nevada, West-Colorado und Süd-Idaho umfasste. Gemeinsame Kennzeichen der Fremont-Kultur waren der Maisanbau, Lehmziegelarchitektur, Grubenhäuser und die Keramik. Ihren heutigen Namen hat die Kultur vom Fremont River in Utah.

Den Anbau von Mais, Bohnen und Kürbissen an Wasserläufen ergänzten die Fremont mit Jagd und Sammlerei. Ihr Getreide bewahrten sie in Speichern auf, die hoch an Felswänden lagen. Dies sowie die geschützte Lage von Siedlungen weist auf gewaltsame Konflikte, etwa um knappe Vorräte, hin. Die Fremont hinterliessen zahlreiche Felszeichnungen.

Südwestlich der Fremont-Kultur bestand die benachbarte Anasazi-Kultur.

Da die Träger der Fremont-Kultur zu unterschiedlichen ethnischen Gruppen gehörten und unterschiedliche Lebensräume bewohnten, gab es viele regionale Spielarten. Einige davon waren:

  • Parowan-Fremont: 900–1250 n. Chr. im südwestlichen Utah, mit starkem Anasazi-Einfluss.
  • Sevier-Fremont: 870–1250 n. Chr. im westliche Utah und im östlichen Nevada, mit saisonalen Siedlungen und kleineren Gemeinschaften.
  • Great-Salt-Lake-Fremont: 400–1350 n. Chr. mit einer Dominanz von Jagen und Sammeln gegenüber dem Gartenbau.
  • Unita-Basin-Fremont: 650–950 n. Chr. im nordöstlichen Utah mit einer geringeren Bedeutung des Gartenbaus.
  • San-Raphael-Fremont: 700–1250 n. Chr. im östlichen Utah und im westlichen Colorado, grosse Bedeutung des Maisanbaus.

Ende des 14. Jahrhunderts beendete eine verheerende Dürre, welche den Maisanbau unmöglich machte, die Fremont-Kultur. Gleichzeitig verdrängten vordringende Nun-Gruppen, Vorfahren der heutigen Shoshonen und Comanche, die überlebenden Träger der Fremont-Kultur aus dem Grossen Becken.

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