Indigene amerikanische Sprachen
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Indigene amerikanische Sprachen sind die Sprachen der Einwohner von Amerika, Sie erstrecken sich von Alaska und Grönland über USA/Kanada bis zu der südlichen Spitze von Südamerika. Sie bestehen aus Dutzenden von eindeutigen Sprachenfamilien sowie vielen Sprachisolaten. Vorschläge, um diese in hochgradige Familien zu gruppieren, sind von einigen Linguisten unterbreitet worden, aber mehrere von ihnen sind nicht allgemein anerkannt worden.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Hintergrund
[bearbeiten] Archäologie, Molekularbiologie und Historie bezüglich Besiedlungsgeschichte
Traditionell wurde bisher angenommen, dass die ältesten erhaltenen menschlichen Spuren in Amerika der Clovis-Kultur entstammen d.h. vor rund 10'000 bis 120'000 Jahren der amerikanische Kontinent über die damals zugefrorene Beringstrasse erstmals besiedelt wurde. Neuere Ausgrabungen und Datierungen stellen diese These in Frage, ohne dass bisher in der Fachwelt sich eine andere Besiedlungsgeschichte definitiv durchsetzen konnte.
In molekularbiologischer Hinsicht weist aufgrund aktueller Untersuchungen die mitrochrondische DNA der indigenen Amerikaner vier Linien auf (A, B, C, D genannt) die auf anderen Kontinenten nur in Asien zu finden sind. Dies stützt die frühere These der Einwanderung über die Beringstrasse. Eine weitere, X genannte mitrochrondrische DNA-Linie der indigenen Amerikaner findet sich heute vorwiegend in Indien, selten auch in Europa.
Daneben weist das Gebiss indigener Amerikaner und von Asiaten Gemeinsamkeiten auf, die sich anderswo nicht finden. Zwei Gruppierungen der indigenen Amerikaner weisen zudem eigene Untercharakteristika im Gebissbau auf, die Na-Dene und die Eskimo-Aleuten. Beide gelten auch aufgrund ihrer abweichenden Sprache als spätere Einwanderer, nachdem der amerikanische Kontinent bereits schon besiedelt war.
Schliesslich ist auch den erhaltenen Schrifzeugnissen in Mittelamerika, den mündlich tradierten Stammeserzählungen und den Berichten von Europäern aus der frühen Neuzeit zu entnehmen, dass seit der Landnahme Amerikas durch die indianischen Vorfahren immer wieder über weite Strecken Bevölkerungsbewegungen erfolgten. In geographisch (Gebirge, Urwald, Inseln) abgeschirmten Gegenden konnten sich aber aufgrund des nur langsamen Bevölkerungsaustausch entsprechend auch kleinräumig grosse sprachliche Unterschiede einstellen. Erste Entlehungen von hauptsächlich Kulturwörtern in indianische Sprachen erfolgten dabei aus europäischen Sprachen bereits im 16. Jahrhundert Entsprechende Entlehnungen dürften früher auch im Bereich der früheren indianischen Grossreiche Mittel- und Südamerikas aus einheimischen Elitesprachen vorgekommen sein.
[bearbeiten] Linguistische Grobübersicht
Aus linguistischer Sicht sind über die Ausbreitung von Sprachen und deren Datierung bei solchen Zeittiefen bisher wenig Aussagen möglich. Allerdings sind Na-Dene und Eskimo-Aleuten auch linguistisch als eigene Sprachfamilien weitgehend anerkannt. Unklarer ist bei diesen beiden Gruppen lediglich, welches ihre nächsten Verwandten sind.
Kontrovers ist in der Fachwelt aber die Verwandschaft und Untergliederung der übrigen Sprecher und ihrer Sprachen. Während die sogenannten "lumpers" mit omnikomparativistischen Methoden wie von Joseph Greenberg von einer einzigen Sprachfamilie Amerind ausgehen, postulieren die das andere Extrem bildenden "splitters" wie Dixon und Campbell rund 200 isolierte Sprachen und Sprachfamilien d.h. mehr als in der gesamten übrigen Welt. Letztere Vertreter gehen auf dem Hintergrund des Indogermanischen auch davon aus, dass über mehr als 5000 bis 8000 Jahre zurück keine gesicherten Verwandschaftsbeziehungen mehr zwischen heutigen Sprachen nachgewiesen werden können.
Die einzige Sprachfamilie, die sich breit anerkannt beiderseits der Beringstrasse findet, ist die eskimo-aleutische. Zusammenhänge zwischen den Na-Dene- und den jenisseischen Sprachen sind nach neueren Forschungen von Vajda und Werner zumindest erwägenswert. Greenberg fasst Eskimo-Aleutisch mit einigen anderen nord-eurasiatischen Sprachen wie Indogermanisch, Uralisch und Altaisch in der Makro-Sprachfamilie Eurasiatisch zusammen.
Einige indigene amerikanische Völker haben ihre Sprache in einem eigenen Schriftsystem abgebildet, unter anderem die Maya und die Azteken. Diese und viele andere indigene Sprachen adaptierten später das lateinische Alphabet oder die Kanadische Eingeborenenschrift. Aleutisch wurde zuerst von Missionaren im kyrillischen Alphabet geschrieben, später dann im lateinischen Alphabet.
Nach der Ankunft von Christoph Columbus in Amerika 1492 wurden von europäischen Siedlern Spanisch, Englisch, Portugiesisch, Französisch und Niederländisch nach Amerika gebracht und sind heutzutage als amtliche Sprachen der unabhängigen Staaten Amerikas festgelegt, obgleich Bolivien, Paraguay und Peru eine oder mehrere indigene amerikanische Sprachen als amtliche Sprache zusätzlich zum Spanischen haben. Einige eingeborene kreolische Sprachen entwickelten sich in Amerika aus europäischen Sprachen.
Die Haltung der meisten europäischen Eroberer und ihrer Nachfolger hinsichtlich der indigenen amerikanischen Sprachen reichte von gutartiger Vernachlässigung bis zu aktiver Unterdrückung.
Jedoch predigten die spanischen Missionare den Eingeborenen in deren Sprachen. Sie verbreiteten zum Beispiel Quechua über dessen ursprünglichen geografischen Bereich hinaus. Indigene amerikanische Sprachen schwanken stark in der Zahl der Sprecher, von Quechua, Aymara, Guaraní und Nahuatl mit Millionen aktiver Sprecher zu einer Vielzahl von Sprachen mit nur einer Handvoll älterer Sprecher. Viele der indigenen amerikanischen Sprachen sind vom Aussterben bedroht, andere sind bereits ausgestorben.
[bearbeiten] Sprachenfamilien u. Sprachenisolate nach Regionen
[bearbeiten] Südamerika
Obgleich Nord- und Mittelamerika sehr verschiedene Gebiete sind, hat Südamerika eine linguistische Verschiedenartigkeit, die mit ungefähr 350 noch existierenden Sprachen und geschätzten 1500 Sprachen zur Zeit des ersten europäischen Kontaktes nur durch wenige Plätze in der Welt rivalisiert wird. Die Situation Klassifikation der Sprachen in genetische Familien ist nicht so fortgeschritten wie in Nordamerika (das verhältnismäßig in vielen Bereichen gut erforscht ist). Folglich sind viele Beziehungen zwischen Sprachen und Sprachfamilien nicht bestimmt und einige der vermuteten Beziehungen stehen auf wackeligem Grund.
Die Liste der Sprachenfamilien und Sprachisolate ist ziemlich konservativ und basiert auf Campbell (1997). Viele der vorgeschlagenen (und häufig spekulativen) Gruppierungen der Familien können in Campbell (1997), Gordon (2005), Kaufman (1990, 1994), Key (1979) und Loukotka (1968) nachgelesen werden.
[bearbeiten] Sprachfamilien im Süden
- Alacalufan (2)
- Arauan (8) (a.k.a. Arahuan, Arawán)
- Araucanian (Chile, Argentinien) (2) (a.k.a. Mapudungu)
- Arawakan (Südamerika & Karibik) (60) (a.k.a. Arahuacan, Maipurean, Maipuran, Maipúrean)
- Arutani-Sape (2)
- Aymara (3) (Jaqi, Aru)
- Barbacoan (6) (a.k.a. Barbakóan)
- Cahuapanan (2) (a.k.a. Jebero, Kawapánan)
- Carib (29)
- Catacaoan (Katakáoan)
- Chapacura-Wanham (9) (a.k.a. Chapacuran, Txapakúran, Chapakúran)
- Charruan (Charrúan)
- Chibcha (Mittelamerika & Südamerika) (22)
- Chimuan
- Chipaya-Uru (Sprache) (Uru-Chipaya)
- Choco (10) (a.k.a. Chocoan, Chokó)
- Cholonan
- Chon (2) (Patagonian)
- Guajiboan (4) (a.k.a. Wahívoan)
- Guaykuruan (Waikurúan)
- Harákmbut (2) (a.k.a. Tuyoneri)
- Jirajaran (3)
- Jivaroan (4) (a.k.a. Hívaro)
- Katukinan (3) (a.k.a. Catuquinan)
- Lule-Vilela (1) (Lule-Viléran)
- Macro-Ge (32)
- Maku (6)
- Mascoyan (5) (Maskóian, Mascoian)
- Mataco-Guaicuru (11)
- Mosetenan (1) (Mosetén)
- Mura (4) (Muran)
- Nambiquaran (5)
- Otomacoan (2) (a.k.a. Otomákoan)
- Paezan (6) (a.k.a. Páesan)
- Pano-Tacanan (30) (Pano-Takana, Pano-Tákanan)
- Peba-Yaguan (2) (a.k.a. Yaguan, Yáwan, Peban)
- Puinavean (a.k.a. Makú)
- Quechua (46)
- Salivan (2)
- Timotean (2)
- Tiniguan (2) (a.k.a. Tiníwan)
- Tucanoan (25) (a.k.a. Tukánoan)
- Tupi (70)
- Uru-Chipaya (2)
- Witotoan (6) (a.k.a. Huitotoan, Bora-Witótoan)
- Yanomam (4)
- Zamucoan (2)
- Zaparoan (7) (a.k.a. Sáparoan)
[bearbeiten] Sprachisolate oder nicht klassifiziert im Süden
- Aikaná (Brasilien: Rondônia)
- Ahuaqué (a.k.a. Auaké, Uruak, Awaké)
- undoque (Kolumbien, Peru) (a.k.a. undoke)
- Aushiri (a.k.a. Auxira)
- Baenan (Brasilien)
- Betoi (Kolumbien) (a.k.a. Betoy, Jirara)
- Camsá (Kolumbien) (a.k.a. Sibundoy, Coche, Kamsá)
- Cundoshi (a.k.a. Maina, Kundoshi)
- Canichana (Bolivien) (a.k.a. Canesi, Kanichana)
- Cayubaba (Bolivien)
- Cofán (Kolumbien, Ecuador) (a.k.a. Kofán)
- Cueva
- Culle (Peru) (a.k.a. Culli, Linga, Kulyi)
- Cunza (Chile, Bolivien, Argentinien) (a.k.a. Atacama, Atakama, Atacameño, Lipe, Kunsa)
- Esmeralda (a.k.a. Takame)
- Gamela (Brasilien: Maranhão)
- Gorgotoqui (Bolivien)
- Guamo (Venezuela) (a.k.a. Wamo)
- Huamoé (Brasilien: Pernambuco)
- Huarpe (Warpe)
- Irantxe (Brasilien: Mato Grosso)
- Itonama (Bolivien) (a.k.a. Saramo, Machoto)
- Jotí (Venezuela)
- Kaliana (a.k.a. Caliana, Cariana, Sapé, Chirichano)
- Kapixaná (Brasilien: Rondônia) (a.k.a. Kanoé, Kapishaná)
- Karirí (Brasilien: Paraíba, Pernambuco, Ceará)
- Kaweskar (Alacaluf, Alakaluf, Kawaskar, Kawesqar, Qawasqar, Qawashqar, Halawalip, Aksaná, Hekaine, Chono, Caucau, Kaueskar, Aksanás, Kaweskar, Kawéskar, Kakauhau, Kaukaue)
- Koayá (Brasilien: Rondônia)
- Kukurá (Brasilien: Mato Grosso)
- Leco (Lapalapa, Leko)
- Maku (a.k.a. Macu)
- Malibú (a.k.a. Malibu)
- Mapudungun (Chile, Argentinien)
- Matanawí
- Mocana
- Movima (Bolivien)
- Munichi (Peru) (a.k.a. Muniche)
- Mutú (a.k.a. Loco)
- Nambiquaran (Brasilien: Mato Grosso)
- Natú (Brasilien: Pernambuco)
- Old Catío-Nutabe (Kolumbien)
- Omurano (Peru) (a.k.a. Mayna, Mumurana, Numurana, Maina, Rimachu, Roamaina, Umurano)
- Otí (Brasilien: São Paulo)
- Palta
- Pankararú (Brasilien: Pernambuco)
- Panzaleo (Ecuador) (a.k.a. Latacunga, Quito, Pansaleo)
- Puelche (a.k.a. Guenaken, Gennaken, Pampa, Pehuenche, Ranquelche)
- Puquina (Bolivien)
- Resígaro (Kolumbien-Peru border area)
- Sabela (Ecuador, Peru) (a.k.a. Auca, Huaorani)
- Sechura (Atalan, Sec)
- Salumã (Brasilien)
- Tairona (Kolumbien)
- Tarairiú (Brasilien: Rio Grunde do Norte)
- Taushiro (Peru) (a.k.a. Pinchi, Pinche)
- Tequiraca (Peru) (a.k.a. Avishiri, Tekiraka)
- Ticuna (Kolumbien, Peru, Brasilien) (a.k.a. Magta, Tikuna, Tucuna, Tukna, Tukuna)
- Trumai (Brasilien: Xingu, Mato Grosso)
- Tuxá (Brasilien: Bahia, Pernambuco)
- Urarina (a.k.a. Shimacu, Itukale)
- Warao (Guyana, Surinam, Venezuela) (a.k.a. Guarao)
- Xokó (Brasilien: Alagoas, Pernambuco)
- Xukurú (Brasilien: Pernambuco, Paraíba)
- Yaghan/Yámana (Chile) (a.k.a. Yagan, Yahgan, Yaghan, Yamana, Yámana)
- Yaruro (a.k.a. Jaruro)
- Yuracare (Bolivien)
- Yuri (Kolumbien, Brasilien) (a.k.a. Jurí)
- Yurumanguí (Kolumbien) (a.k.a. Yirimangi)
[bearbeiten] Mexiko und Mittelamerika
[bearbeiten] Sprachfamilien in Mittelamerika
- Algisch (Nordamerika & Mexiko) (29)
- Chibcha (Mittelamerika & Südamerika) (22)
- Comecrudan (Texas & Mexiko) (3)
- Guaicurian (8) (a.k.a. Waikurian)
- Jicaquean
- Lencan
- Maya (31)
- Misumalpan
- Mixe-Zoque (19)
- Na-Dené (Nordamerika & Mexiko) (40)
- Otomangue (27)
- Tequistlatecan (3)
- Totonacan (2)
- Uto-Aztekische (Nordamerika & Mexiko) (31)
- Xincan
- Cochimí-Yuma (Nordamerika & Mexiko) (11)
[bearbeiten] Sprachisolate oder nicht klassifiziert in Mittelamerika
- Alagüilac (Guatemala)
- Coahuilteco (USA: Texas; Nordosten Mexiko)
- Cotoname (Nordosten Mexiko; USA: Texas)
- Cuitlatec (Mexiko: Guerrero)
- Huetar (Costa Rica)
- Huave (Mexiko: Oaxaca)
- Maratino (Nordosten Mexiko)
- Naolan (Mexiko: Tamaulipas)
- Quinigua (Nordosten Mexiko)
- Seri (Mexiko: Sonora)
- Solano (Nordosten Mexiko; USA: Texas)
- Tarascan (Mexiko: Michoacán) (a.k.a. Purépecha)
[bearbeiten] Kanada und USA
Nordamerikanische Sprachen im Norden Mexikos, in Kanada und den USA.
[bearbeiten] Sprachfamilien im Norden
- Algisch (30)
- Alsea (2)
- Caddo (5)
- Chimakuan (2)
- Chinook (3)
- Chumash (6)
- Cochimí-Yuma (11)
- Comecrudan (Nordamerika & Mexiko) (3)
- Coos (2)
- Eskimo-Aleutische (7)
- Irokesisch (11)
- Kalapuya (3)
- Keres (USA: New Mexiko)
- Kiowa-Tano (7)
- Maidu (4)
- Muskogee (6)
- Na-Dene (Nordamerika & Mexiko) (40)
- Palaihnihan (2)
- Plateau Penuti (4) (a.k.a. Shahapwailutan)
- Pomo (7)
- Salish (23)
- Shasta (4)
- Sioux (16)
- Tsimshian (2)
- Uti (12)
- Uto-Aztekische (31)
- Wakash (6)
- Wintu (4)
- Yokut (3)
[bearbeiten] Sprachisolate oder nicht klassifiziert im Norden
- Adai (USA: Louisiana, Texas)
- Aranama-Tamique (USA: Texas)
- Atakapa (USA: Louisiana, Texas)
- Beothuk (Kanada: Newfoundlund)
- Calusa (USA: Florida)
- Cayuse (USA: Oregon, Washington)
- Chimariko (USA: Kalifornien)
- Chitimacha (USA: Lousiana)
- Coahuilteco (USA: Texas; Nordosten Mexiko)
- Cotoname (Nordosten Mexiko; USA: Texas)
- Esselen (USA: Kalifornien)
- Haida (Kanada: British Kolumbien; USA: Alaska)
- Karankawa (USA: Texas)
- Karok (a.k.a. Karuk) (USA: Kalifornien)
- Konomihu (USA: Kalifornien)
- Kootenai (Kanada: British Kolumbien; USA: Idaho, Montana)
- Natchez (USA: Mississippi, Louisiana)
- Salinan (USA: Kalifornien)
- Siuslaw (USA: Oregon)
- Solano (Nordosten Mexiko; USA: Texas)
- Takelma (USA: Oregon)
- Timucua (USA: Florida, Georgia)
- Tonkawa (USA: Texas)
- Tunica (USA: Mississippi, Louisiana, Arkansas)
- Wappo (USA: Kalifornien)
- Washo (USA: Kalifornien, Nevada)
- Yana (USA: Kalifornien)
- Yuchi (USA: Georgia, Oklahoma)
- Yuki (USA: Kalifornien)
- Zuni (a.k.a. Shiwi) (USA: New Mexiko)
[bearbeiten] Sprache Vorkommen Vorschläge
Viele hypothetische Vorschläge zu den Stämmen amerikanischer Sprachen werden in den populäreren Schriften unstrittig zitiert. Jedoch sind viele, wenn nicht alle dieser Vorschläge tatsächlich nie völlig bewiesen worden. Einige Vorschläge werden von Fachleuten als wahrscheinlich angenommen, zum Beispiel Penuti. Sie glauben, daß genetische Verhältnisse sehr wahrscheinlich sind. Andere Vorschläge sind bei vielen Linguisten umstrittener (zum Beispiel Hoka). Noch andere Vorschläge werden fast einmütig von den Fachleuten verworfen wie beispielsweise Amerindisch).
Hier ist eine unvollständige Liste einiger solcher Vorschläge:
- Algonkian-Gulf (= Algic+Beothuk+Gulf)
- Almosan (= Algic+Kutenai+Salishan+Wakashan+Chimakuan)
- Almosan-Keresiouan (= Almosan+Keresiouan)
- Amerindisch (= alle Sprachen ohne Eskimo-Aleut und Na-Dene)
- Aztec-Tanoan (= Uto-Aztecan+Kiowa-Tanoan)
- Chibchan-Paezan
- Coahuiltecan (= Coahuilteco+Cotoname+Comecrudan+Karankawa+Tonkawa)
- Dene-Caucasian
- Gulf (= Muskogean+Natchez+Tunica)
- Hoka (= Karok+Chimariko+Shastan+Palaihnihan+Yana+Pomoan+Washo+Esselen+Yuman-Cochimí+Salinan+Chumashan+Seri+ Tequistlatecan)
- Hoka-Siouan (= Hoka+Subtiaba-Tlappanec+Coahuiltecan+Yukian+Keresan+Tunican+Iroquoian+Caddoan+Siouan-Catawba+Yuchi+Natchez+Muskogee+Timucua)
- Keresiouan
- Macro-Carib
- Macro-Ge
- Macro-Mayan
- Macro-Panoan
- Macro-Siouan (= Siouan+Iroquoian+Caddoan)
- Macro-Tucanoan
- Mosan (= Salishan+Wakashan+Chimakuan)
- (Sapir's) Nadene (including Haida) (= Haida+Tlingit+Eyak+Athabaskan)
- Nostratic-Amerind
- Penuti (= many Sprache of Kalifornien und sometimes Sprache in Mexiko)
- Kalifornien Penutian (= Wintuan+Maiduan+Yokutsan+Utian)
- Oregon Penutian (= Takelma+Coosan+Siuslaw+Alsean)
- Mexican Penutian (= Mixe-Zoque+Huave)
- Quechumaran
- Takelman (= Takelma+Kalapuyan)
- Tunican (= Tunica+Atakapa+Chitimacha)
- Wappo-Yukian (= Wappo+Yukian)
- Yok-Utian (= Yokutsan+Utian)
Gute Diskussionen über die letzten Vorschläge werden bei Campbell (1997) und Campbell & Mithun (1979) gefunden.
[bearbeiten] Pidgins, Mischsprachen und Geschäftssprachen
- Labrador Eskimo Pidgin (a.k.a. Labrador Inuit Pidgin)
- Hudson Strait Pidgin
- Greenlundic Eskimo Pidgin
- Eskimo Trade Jargon (a.k.a. Herschel Islund Eskimo Pidgin, Ship's Jargon)
- Mednyj Aleut (a.k.a. Copper Islund Aleut, Medniy Aleut, CIA)
- Haida Jargon
- Chinook Jargon
- Nootka Jargon
- Broken Slavey (a.k.a. Slavey Jargon, Broken Slavé)
- Kutenai Jargon
- Loucheux Jargon (a.k.a. Jargon Loucheux)
- Inuktitut-English Pidgin
- Michif (a.k.a. French Cree, Métis, Metchif, Mitchif, Métchif)
- Broken Oghibbeway (a.k.a. Broken Ojibwa)
- Basque-Algonquian Pidgin (a.k.a. Micmac-Basque Pidgin, Souriquois)
- Montagnais Pidgin Basque (a.k.a. Pidgin Basque-Montagnais)
- American Indian Pidgin English
- Delaware Jargon (a.k.a. Pidgin Delaware)
- Pidgin Massachusett
- Jargonized Powhatan
- Ocaneechi
- Lingua Franca Creek
- Lingua Franca Apalachee
- Mobilian Jargon (a.k.a. Mobilian Trade Jargon, Chickasaw-Chocaw Trade Sprache, Yamá)
- Güegüence-Nicarao
- Carib Pidgin (a.k.a. Ndjuka-Amerindian Pidgin, Ndjuka-Trio)
- Carib Pidgin-Arawak Misch Sprache
- Guajiro-Spanish
- Media Lengua
- Catalangu
- Callahuaya (a.k.a. Machaj-Juyai, Kallawaya, Collahuaya, Pohena)
- Nheengatú (a.k.a. Lingua Geral Amazônica, Lingua Boa, Lingua Brasílica, Lingua Geral do Norte)
- Lingua Geral do Sul (a.k.a. Lingua Geral Paulista, Tupí Austral)
[bearbeiten] Sprachgebiete
Die Sprachen Amerikas können häufig in Sprachgebiete oder Sprachverbunde zusammen gruppiert werden (auch Konvergenzbereiche). Die Sprachgebiete, die bis jetzt gekennzeichnet werden, verdienen mehr Forschung, um ihre Gültigkeit festzustellen, ebenso um zu helfen, zwischen den geteilten Gebieten Merkmale und zutreffendes genetisches Verhältnis zu unterscheiden. Die folgende vorläufige Liste von Sprachgebieten basiert hauptsächlich auf Lyle Campbell (1997):
- Plateau
- im Norden Kalifornien
- Clear Lake
- südliche Küsten Bereich
- im Süden Kalifornien-im Westen Arizona
- Great Basin
- Pueblo
- Plains
- Nordosten
- Südosten
- Mesoamerican
- Kolumbien-Mittelamerika
- Venezuela-Antillen
- undean
- Orinoco-Amazonas
- Amazonas] (a.k.a. Amazonien)
- Lowlund Südamerika
- Südliches Cone
[bearbeiten] Literatur
- Franz Boas (1911). Handbook of American Indian languages (Vol. 1). Bureau of American Ethnology, Bulletin 40. Washington: Government Print Office (Smithsonian Institution, Bureau of American Ethnology).
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- Franz Boas (1929). Classification of American Indian languages. Language, 5, 1-7.
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- Bright, William. (1984). The classification of North American and Meso-American Indian languages. In W. Bright (Ed.), American Indian linguistics and literature (pp. 3-29). Berlin: Mouton de Gruyter.
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- Key, Mary R. (1979). The grouping of South American languages. Tübingen: Gunter Narr Verlag.
- Loukotka, Čestmír. (1968). Classification of South American Indian languages. Los Angeles: Latin American Studies Center, University of Kalifornien.
- Mason, J. Alden. (1950). The languages of South America. In J. Steward (Ed.), Handbook of South American Indians (Vol. 6, pp. 157-317). Smithsonian Institution Bureau of American Ethnology bulletin (No. 143). Washington, D.C.: Government Printing Office.
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[bearbeiten] Siehe auch
[bearbeiten] Weblinks
- The Archive of the Indigenous Languages of Latin America
- First People's Language Resources (Online, Offline, Commercial & Non-Commercial)
- The Society for the Study of the Indigenous Languages of the Americas (SSILA)
- The Yinka Déné Language Institute (YDLI)
- The First Nations Languages of British Columbia (YDLI)
- Southern Oregon Digital Archives First Nations Tribal Collection (beautiful collection of ethnographic, linguistic, & historical material)
- Handbook of the North American Indians
- Center for the Study of the Native Languages of the Plains and Southwest
- Project for the Documentation of the Languages of Mesoamerica
- Programa de Formación en Educación Intercultural Bilingüe para los Países Andinos
- Yukon Native Language Centre
- Bibliographies of Northern and Central California Indians
- Native American Language Center (University of California at Davis)
- Sprachen Karten in den USA - William C. Sturtevant. (1967). Early Indian tribes, culture areas, and linguistic stocks.:
- Native Languages of the Americas
- International Journal of Linguistics (one of the best scholarly journals devoted mostly to Native American linguistics)
- Indianersprachen
- Nord- und mesoamerikanische Sprachen
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